Alter(n), Gender, Körper

Neue Verbindungen für die zeithistorische Forschung

Anmerkungen

Es ist erst einige Jahre her, da erinnerte ein überdimensionales, begehbares Prostatamodell Männer an die Wichtigkeit der Krebsvorsorge. Eine „Urolisken“- Skulptur, die in verschiedenen deutschen Städten aufgestellt wurde, hatte dasselbe Ziel. Beide Aktionen zeigen: Alternde Männer werden derzeit in ihrer Körperlichkeit verstärkt sichtbar. Für alternde Frauen könnte man Ähnliches feststellen.1 Dies war längst nicht immer so. Wer die Situation alter Männer mit Prostatakarzinom als Familienväter und -versorger im frühen 20. Jahrhundert nachzuzeichnen versucht, stößt schnell an Grenzen, was mit der schwierigen Quellenlage zu tun hat. Mediziner hatten für diese Patienten wenig Handlungsspielraum, Behandlungsmethoden reduzierten sich oftmals auf Palliation, und für die Öffentlichkeit blieben die Krankheitsverläufe dieser Männer ohnehin meist unsichtbar. Im Gegensatz dazu gibt es im späten 20. und beginnenden 21. Jahrhundert eine öffentliche Zurschaustellung.

Paradoxerweise ist die alternde Körperlichkeit, besonders die von Hochbetagten, ein für die Zeitgeschichte noch wenig erforschter Gegenstand. Dies mag zunächst verwundern, denn auf den Körper als Projektionsfläche bzw. als Entität eines Altersdiskurses wurde besonders in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vielfach eingewirkt. Moderne ausdifferenzierte Gesellschaften entwickelten politische, soziale und medizinische Programme, um das Leben alter Menschen zu verbessern (etwa durch Kranken- bzw. Rentenversorgung, seniorengerechte Freizeit- und Bildungseinrichtungen, Kuraufenthalte). Solche Unterstützungs- und Angebotsstrukturen unterwarfen alte Menschen und ihre Körper zugleich professioneller Kontrolle.2 Seitens der Medizin, der Sozialversicherungssysteme sowie auch der Medien wurden und werden immer wieder Appelle formuliert, sich mit Hilfe von „Technologien des Selbst“ um ein „gesundes“ Altern zu kümmern. Auch expandierende pharmazeutische und kosmetische Märkte haben zu einer stärkeren öffentlichen Präsenz alternder Körper geführt. Im Mittelpunkt steht hierbei meist das „dritte Lebensalter“ – das Peter Laslett als Phase der Mobilität und Aktivität definiert hat.3 Hochaltrigkeit und die Körper von Menschen im „vierten Alter“ (Phase der zunehmenden Hinfälligkeit und Abhängigkeit) werden hingegen hauptsächlich im Rahmen von Institutionen der Pflege-, Krankenhaus- und Hospizbewegung beachtet, wobei deutlich wird, dass Männer und Frauen im hohen Alter ihre Physis in besonderem Maße erleben.4

Versteht man die Aufgabe der Zeitgeschichte als eine Art Scharnierfunktion zwischen Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Öffentlichkeit, mit dem Ziel, eine „Problemgeschichte der Gegenwart“ zu erkunden,5 dann ist eine Hinwendung der Alternsforschung zu Körperlichkeit und Geschlecht nur konsequent. Eine solche Zeitgeschichte des Alterns kann den Blick schärfen für Veränderungen von gesellschaftlichen, generativen und individuellen Vorstellungen und Repräsentationen. Im Folgenden möchte ich für einen zeitgeschichtlichen Zugang zum Altern plädieren, der Geschlecht und Körper als Untersuchungsschwerpunkte ins Zentrum rückt. Solche Verbindungen werden in der Forschung bisher kaum hergestellt: Denn auf der einen Seite hat die Körper- und Geschlechtergeschichte den Begriff des „Alterns“ (als Prozess) und die damit verbundenen Erfahrungswerte bisher vernachlässigt. Auf der anderen Seite ist die geschichtswissenschaftliche Forschung zum Altern vorwiegend sozial- und politikgeschichtlich ausgerichtet; „Körper“ und „Körperlichkeit“ sind hingegen wenig bearbeitete Themen. Schließlich möchte ich zur Diskussion stellen, inwieweit die Medizingeschichte Impulse für eine Verknüpfung von Alter, Körper und Geschlecht geben kann.

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Welche Wege hat die Forschung bereits eingeschlagen? Der in bestimmten Kontexten disziplinierte und medikalisierte Körper ist längst ein Objekt historischer Analyse geworden. In letzter Zeit wurden in Ergänzung zur älteren, durch den Strukturfunktionalismus geprägten historischen Sozialforschung verstärkt Themen der Repräsentation, subjektiven Erfahrung und Identität von Körperlichkeit bearbeitet. Auch als biopolitisches Objekt ideologischer Zukunftsvisionen verschiedener Herrschaftssysteme ist der Körper zum Ausgangspunkt wichtiger Studien geworden. Trotz dieses regelrechten Booms körpergeschichtlicher Literatur seit den 1990er-Jahren6 stellt der alternde Körper – insbesondere in Bezug auf medizinische Technologien und Praktiken – in der Geschichtswissenschaft ein noch wenig bearbeitetes Forschungsthema dar.

Mit Blick auf das Verhältnis von Alter und Geschlecht lässt sich auf frühe Pionierbeiträge von Simone de Beauvoir, Susan Sontag oder auch die spätere Arbeit von Kathleen Woodward verweisen, die weniger einen historischen als sozialkonstruktivistischen und kulturwissenschaftlichen Ansatz verfolgen. Sie richten ihren Fokus auf Frauen und die geschlechtsspezifischen Unterschiede des Alterns. Zudem favorisieren sie einen kulturkritischen Zugriff, der das Konzept vom „natürlichen“ Prozess des Alterns dekonstruiert.7 Auch neuere Interpretationen der kulturwissenschaftlichen Gerontologie verfolgen dieses Ziel – etwa die vielbeachtete Arbeit des Soziologen Stephen Katz zur Bedeutung von Geschlechterkörpern in der Alternsforschung, die eine diskursgeschichtliche Perspektive wählt. Am Beispiel des französischen Psychiaters Jean-Martin Charcot, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wirkte, arbeitet Katz heraus, wie dieser seine weitreichenden Schlussfolgerungen über das Alter als Lebensphase, die von Krankheit und Schwäche gekennzeichnet sei, auf die Klinikakten von Frauen stützte.8

Auch Historikerinnen und Historiker interessieren sich zunehmend für Geschlecht und Alter, wobei Fragen nach Repräsentation, Narration, Metaphorik und Symbolik bei ihnen im Vordergrund stehen. Hierbei wird auf das Alter in Form von Bildern und Vorstellungen eingegangen.9 So zeigt zum Beispiel Christiane Streubel, dass Printmedien Männer in Pflegesituationen, die hilflos und damit unmännlich erschienen, als „visual taboo“ behandelten und eher Fotografien von Frauen abdruckten.10 Die geschlechtergeschichtliche Forschung hat zudem herausgearbeitet, dass Alter als Ungleichheitskategorie nicht immer konform zur Gender-Kategorie verläuft – etwa wenn es um den Zugang zu Sozialsystemen geht oder um Familienbeziehungen.11

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In der fächerübergreifenden Genderforschung dominiert die Frage nach den Wirkungen sozialer und kultureller Konstruktion von Geschlecht und Alter. Die Literaturwissenschaftlerin Stacy Alaimo und die Politikwissenschaftlerin Susan Hekman haben 2008 kritisiert, dass die überwiegend von postmodernen und konstruktivistischen Ansätzen geprägte Geschlechterforschung den Mehrwert feministischer Zugänge zur Körperlichkeit und Körpergeschichte aus den Augen verliere. Beim Versuch einer Überwindung der Dichotomien Natur/Kultur, Normalität/Pathologie, Funktionalität/Dysfunktionalität sei die Forschung gleichsam übers Ziel hinausgeschossen, indem sie biologische und medizinische Aspekte in den Hintergrund gestellt habe.12

Auch mit Blick auf das Alter lässt sich behaupten, dass aus der Prämisse, die engen Grenzen des dominierenden medizinischen, biologischen Zugangs zum Alternsprozess zu sprengen und Körperlichkeit zumindest nicht in den Vordergrund zu rücken, eine forschungsrelevante Blackbox entstanden ist. Schließlich werden mit einer dichotomischen Gegenüberstellung von konstruktivistischen und „essentialistischen“ Ansätzen letztere häufig abgewertet.13 So grenzt sich die körpergeschichtliche Forschung seit langem gegen einen einseitigen Essentialismus ab, wie etwa Maren Lorenz’ Auseinandersetzung mit der Medizingeschichte belegt. Folgt man dieser Behauptung, wird aber jede Forschung zur Körperlichkeit jenseits konstruktivistischer Theorie zu einem Problem. Gleichzeitig, wenn auch unbeabsichtigt, wird die Körperlichkeit alter Männer und Frauen als quasi universeller (und unhinterfragbarer) Zustand gesetzt.14 Josef Ehmer hat darauf hingewiesen, dass die ursprüngliche Unterscheidung zwischen dem Altern als biologischer Tatsache oder sozialer Konstruktion nicht mehr aktuell sei. Vielmehr stehe in neueren Studien die Frage zur Debatte, ob es sich um eine soziale oder kulturelle Diskussion handle. Er selbst nimmt mit Blick auf seine sozialdemographischen Forschungen an, dass historische Altersdiskurse nicht primär von individuellen Erfahrungen geprägt seien, sondern von der „Konstruktion einer für alle verbindlichen Lebensphase des Alters“.15

Jedoch greift es zu kurz, mögliche Zäsuren (oder Kontingenzen) in Altersdiskursen vor allem mit Tendenzen der Institutionalisierung zu begründen (wie Alters- und Pflegeheimen, Etablierung der Geriatrie und Gerontologie als Fachdisziplin). Vielmehr muss diese Perspektive ergänzt werden durch eine historische Kontextualisierung von Körperpraktiken und Körpererfahrungen. Eine Analyse von Altersdiskursen sollte die alternden Körper selbst, also alltägliche Praktiken und individuelle Einschreibungen in gesellschaftliche Deutungen, nicht übergehen.

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Welche Wege lassen sich für die Zeitgeschichte in dieser Hinsicht aufzeigen? Eine Forschung, die das Altern und den Körper einbezieht, bildet sich sowohl in der Sozial- wie auch der Geschichtswissenschaft gerade erst heraus.16 Für die Zukunft ist nicht primär die Vielfalt der Methodik bedeutsam (sie ist ja längst Bestandteil aller drei Forschungsfelder), sondern eine Kombination essentialistischer und konstruktivistischer Perspektiven. An den beschriebenen Leerstellen zu forschen bedeutet vor allem, eine Alltagsgeschichte zu schreiben, die sich an der Historisierung von Konzepten des alten Körpers und seiner Geschlechtlichkeit beteiligt sowie den jeweiligen Praktiken und ihrer Prozesshaftigkeit Rechnung trägt. In der soziologischen und kulturanthropologischen Forschung gibt es neuerdings Beispiele, wie dies aussehen kann. So hinterfragt Barbara Marshall den Diskurs der Medien und der Pharmaindustrie über die „Befreiung“ der Sexualität älterer Menschen aus einer Zone des Tabus, indem sie punktuell die Erfahrungen und Handlungen alter Menschen einbezieht. Demnach ergaben Erhebungen, dass die Hälfte der Rezepte für Viagra nicht verlängert werden, was Marshall als Grenze des Diskurses deutet, sexuelle Leistungsfähigkeit im Alter durch Medikamente zu sichern.17 Eindrucksvoll löst auch Catriona Mortimer-Sandilands’ Arbeit über die Verquickung von Erinnerungskulturen der Generationen, des Geschlechts und der Körperlichkeit18 die geforderte Forschungsagenda ein – und sie sollte daher als Anregung für die Zeitgeschichte gelten, diese Entwicklungen anhand historischer Längsschnitte zu überprüfen. Lohnend wären in deutsch-deutscher Perspektive zum Beispiel vergleichende Studien über die Erfahrungen verschiedener sozialer Gruppen mit unterschiedlichen Gesundheitssystemen, aber auch Fragen zur Migrationsgeschichte, etwa zu Geschlecht und Körperlichkeit von „Gastarbeitern“ oder Spätaussiedlern.

In der Zeitgeschichte stehen wir noch ganz am Anfang der Erforschung des subjektiven Verständnisses von Frauen und Männern im hohen Alter.19 Eine Verbindung von Alter(n), Gender und Körper findet derzeit überwiegend in medizingeschichtlichen Studien statt, die nicht in einer Dekonstruktion von Körperlichkeit verharren. Untersucht werden vielmehr epistemologische Fragestellungen zur Materialität sowie auch der differenzierende Charakter körperlicher Zustände und Krankheitserfahrungen – etwa die Rezeption, Identitätsstiftung bzw. das öffentliche Bild vom Konzept der Menopause oder der Alzheimer-Erkrankung.20 Wie man das Altern sowohl in seiner biologisch-medizinischen als auch sozial-kulturellen Dimension erforschen kann, hat Hans-Georg Hofer anhand des Bedeutungswandels des männlichen Klimakteriums in Deutschland im 20. Jahrhundert vorgeführt. Er arbeitet heraus, dass die Debatte über die Wechseljahre des Mannes mit der Expansion pharmazeutischer Märkte und den professionellen Interessen der Andrologen zu tun hat, aber auch mit der Häufung bestimmter gesundheitlicher Beschwerden, die durch neu entwickelte Medikamente gelindert werden konnten.21

Gegenüber früheren Perioden hat die Zeitgeschichte für solche Forschungen einen entscheidenden Vorteil: Es gibt eine große Zahl von Quellen unterschiedlicher Provenienz, mit denen sich diese Praktiken und Erfahrungen erforschen lassen. Verwendet werden können Ego-Dokumente, Darstellungen von Kindern und Enkelkindern, Patientenakten sowie (zum Teil erst noch zu schaffende) Dokumente der Oral History. Eine Herausforderung bleibt bei diesem Zugriff die Frage, ob und wie zeithistorische Quellen Formen und Funktionen alternder Körper abbilden können: Wie verhalten sich Berichte aus zweiter oder dritter Hand zu den (Körper-)Erfahrungen und Erinnerungen älterer und alter Frauen und Männer selbst, die sich nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt artikulieren können oder wollen? Möglicherweise kann eine Querverbindung zu der sich derzeit formierenden Emotionsgeschichte, die sich dem Körper in seiner Subjektivität und Selbst-Referenz nähert, hier gute Dienste leisten. Welche Sorgen und Ängste zum Beispiel hat das Thema „Verlust“ (persönlicher Bindungen, körperlicher Fähigkeiten) bei älteren Frauen und Männern im zeitlichen Vergleich (nach dem Zweiten Weltkrieg und in der jüngsten Zeitgeschichte) hervorgerufen? Welchen Stellenwert haben diese Emotionen im sozio-kulturellen Gefüge eingenommen?

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Insofern endet dieser Beitrag mit einem Appell, den biologischen Realitäten aus zeithistorischer Perspektive dezidiert nachzugehen – etwa entlang der Frage, wie sich Praktiken des Umgangs mit alternden Körpern von Männern und Frauen gestaltet haben bzw. an welchen Orten und mit welchen Argumenten Behandlungsmethoden entwickelt, modifiziert oder verworfen wurden. Wie veränderten sich die Körperwahrnehmungen von Betroffenen, wie wurde der Prozess des Alterns von Frauen und Männern erfahren, und in welcher Weise bildeten sich in diesem Zusammenhang spezifische (geschlechtliche) Körperidentitäten aus? Lassen sich überhaupt geschlechtsabhängige Änderungen im Körperverständnis und -erleben ausmachen? Hat sich die Bedeutung von Körperlichkeit in einer hochtechnisierten Welt insgesamt gewandelt? Welchen Einfluss haben unterschiedliche nationale oder religiöse Kontexte? Zu untersuchen wäre schließlich auch das Beziehungsgeflecht von medizinischer Wissensproduktion, beteiligten Professionen, (Medien-)Öffentlichkeit sowie Frauen und Männern im hohen Alter selbst. In dem Maße, wie gesundheitliche und soziale Fragen des Alterns, der familiären Konstellationen oder des Alleinseins, des Wohnens und der Pflege im Alter weiter an gesellschaftlicher Bedeutung für die Gegenwart gewinnen, ist auch die Zeitgeschichte herausgefordert, diesem Feld größere Aufmerksamkeit zu widmen und sich den entsprechenden Perspektiven zu öffnen.

Anmerkungen: 


1 Heike Kahlert, Die hundertjährige Frau – Neue Alter(n)s- und Geschlechterkonstruktionen in der alternden Gesellschaft?, in: Brigitte Röder/Willemijn de Jong/Kurt W. Alt (Hg.), Alter(n) anders denken. Kulturelle und biologische Perspektiven, Wien 2012, S. 379-402.

2 Vgl. Medicine Studies 1 (2009) H. 3: Anti-Aging and Biomedicine: Critical Studies on the Pursuit of Maintaining, Revitalizing and Enhancing Aging Bodies, hg. von Antje Kampf und Lynn Botelho.

3 Vgl. etwa Peter Laslett, Das dritte Alter. Historische Soziologie des Alterns, Weinheim 1995. Obgleich die Unterscheidung von „drittem“ und „viertem Alter“ zum Teil auf Kritik stößt, findet sie sich sowohl in der gesellschaftlichen Debatte als auch in der Fachdiskussion verschiedener Disziplinen wieder.

4 Kahlert, Die hundertjährige Frau (Anm. 1).

5 Vgl. Anselm Doering-Manteuffel/Lutz Raphael, Nach dem Boom. Perspektiven auf die Zeitgeschichte seit 1970, 3., unveränd. Aufl. Göttingen 2012.

6 Vgl. etwa Heiko Stoff, Diskurse und Erfahrungen. Ein Rückblick auf die Körpergeschichte der neunziger Jahre, in: 1999. Zeitschrift für Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts 14 (1999) H. 2, S. 142-160.

7 Simone de Beauvoir, La Vieillesse. Essai, Paris 1970; Susan Sontag, The Double Standard of Aging, in: Saturday Review of Literature, 23.9.1972, S. 29-38; Kathleen Woodward, Aging and Its Discontents. Freud and Other Fictions, Bloomington 1991. Vgl. auch Margaret Morganroth Gullette, Aged by Culture, Chicago 2004.

8 Stephen Katz, Charcot’s Older Women: Bodies of Knowledge at the Interface of Aging Studies and Women’s Studies, in: Journal of Women & Aging 9 (1997) H. 4, S. 73-84. Siehe auch Toni Calasanti/Kathleen F. Slevin (Hg.), Age Matters. Realigning Feminist Thinking, New York 2006; Eva Backes, Alter(n): ein kaum entdecktes Arbeitsfeld der Frauen- und Geschlechterforschung, in: Ruth Becker/Beate Kortendiek (Hg.), Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie, Wiesbaden 2008, S. 446-452.

9 Heike Hartung u.a. (Hg.), Graue Theorie. Die Kategorien Alter und Geschlecht im kulturellen Diskurs, Köln 2007. Allgemein zu Altersbildern vgl. auch Josef Ehmer/Ottfried Höffe (Hg.), Bilder des Alterns im Wandel. Historische, interkulturelle, theoretische und aktuelle Perspektiven, Halle 2009.

10 Christiane Streubel, Strange old worlds: Socio-critical reports about old-age experiences in West-German print media (1970s – 1990s), in: Women’s History Review 20 (2011), S. 319-337, hier S. 325.

11 Lynn Botelho/Pat Thane (Hg.), Women and Ageing in British Society since 1500, New York 2001; Journal of Women’s History 12 (2001) H. 4: Ages of Women: Age as a Category of Analysis in Women’s History, hg. von Birgitte Søland.

12 Stacy Alaimo/Susan Hekman, Introduction: Emerging Models of Materiality in Feminist Theory, in: dies. (Hg.), Material Feminisms, Bloomington 2008, S. 1-19, hier S. 1.

13 Heiko Stoff hat dies als „irreführende[n] Gegensatz“ beschrieben: Stoff, Diskurse und Erfahrungen (Anm. 6), S. 150.

14 Maren Lorenz, Leibhaftige Vergangenheit. Einführung in die Körpergeschichte, Tübingen 2000, S. 42-47.

15 Josef Ehmer, Das Alter in Geschichte und Geschichtswissenschaft, in: Ursula M. Staudinger/Heinz Häfner (Hg.), Was ist Alter(n)? Neue Antworten auf eine scheinbar einfache Frage, Berlin 2008, S. 149-172, hier S. 168 (dortige Hervorhebung).

16 Antje Kampf/Barbara Marshall/Alan Petersen (Hg.), Aging Men. Masculinities and Modern Medicine, New York 2012; Elizabeth Watkins, Medicine, Masculinity, and the Disappearance of the Male Menopause in the 1950s, in: Social History of Medicine 2 (2008) H. 2, S. 1-16.

17 Barbara Marshall, Science, medicine and virility surveillance: ‘sexy seniors’ in the pharmaceutical imagination, in: Sociology of Health & Illness 32 (2010), S. 211-224.

18 Catriona Mortimer-Sandilands, Landscape, Memory and Forgetting: Thinking Through (My Mother’s) Bodies and Places, in: Alaimo/Hekman, Material Feminisms (Anm. 12), S. 344-373.

19 Einen Anfang macht Susanne Hoffmann, Gesunder Alltag im 20. Jahrhundert? Geschlechterspezifische Diskurse und gesundheitsrelevante Verhaltensstile in deutschsprachigen Ländern, Stuttgart 2010, hier S. 312-323. Auch die Arbeiten von Simone Moses, Kenan Irmak und Susanne Hahn ebnen den Weg für künftige, weiterführende Forschungen, die sich insbesondere der Alltagsgeschichte annehmen könnten. Vgl. Simone Moses, Alt und krank. Ältere Patienten in der Medizinischen Klinik der Universität Tübingen zur Zeit der Entstehung der Geriatrie 1880 bis 1914, Stuttgart 2005; Kenan H. Irmak, Der Sieche. Alte Menschen und die stationäre Altenhilfe in Deutschland 1924–1961, Essen 2002; Susanne Hahn, Pflegebedürftige alte Menschen im Nationalsozialismus, in: Christoph Kopke (Hg.), Medizin und Verbrechen. Festschrift zum 60. Geburtstag von Walter Wuttke, Ulm 2001, S. 131-143.

20 Z.B. Jesse Ballenger, Self, Senility, and Alzheimer’s Disease in Modern America. A History, Baltimore 2006.

21 Hans-Georg Hofer, Wenn Männer altern. Ein Projekt zur Geschichte der „männlichen Wechseljahre“, in: L’Homme. Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft 17 (2006) H. 1, S. 101-108.

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