Vor und nach Paxton

Der Paradigmenwechsel in der Deutung des Vichy-Regimes

Anmerkungen

Robert O. Paxton, Vichy France. Old Guard and New Order, 1940-1944, New York: Alfred A. Knopf 1972, 2001 (with a new Introduction); frz. Ausgabe: La France de Vichy, 1940-1944, Paris: Editions du Seuil 1973 (u.ö.). Die Zitate folgen der Ausgabe von 2001.

„Was nimmt sich dieser Amerikaner heraus, anzukommen und unsere Leichen aus den Wandschränken zu zerren?“, fragte „Le Monde“ am 1. Februar 1973 empört.1 Dieser unverschämte Amerikaner war der an der New Yorker Columbia-Universität lehrende 40-jährige Historiker Robert O. Paxton, und aus den Schränken zerrte er mit seiner Studie über Frankreich im Zweiten Weltkrieg die Leichen der Besatzungszeit. Das Werk, 1972 in den USA erschienen und ein Jahr später auch auf Französisch, löste eine erhebliche Kontroverse aus. Es war das richtige Buch zur richtigen Zeit: Nach einem Vierteljahrhundert der „unterdrückten Erinnerung“2 an die „années noires“ der deutschen Besatzung wandte sich die französische Öffentlichkeit nach 1968 dem Thema verstärkt zu, und vermeintliche Gewissheiten fielen scheppernd in sich zusammen. Bereits in Marcel Ophuls’ für das Fernsehen produziertem Dokumentarfilm „Le Chagrin et la Pitié“ wurde der Mythos einer in der Résistance vereinten französischen Nation dekonstruiert. Vom Programmdirektor als zu schockierend empfunden, wurde der Film nicht ausgestrahlt. Als er 1971 in die Kinos kam, strömten die Menschen monatelang in die Vorstellungen. Auch in Literatur und Spielfilmen zeigte sich der Bruch mit den Repräsentationen der Vichy-Vergangenheit Anfang der 1970er-Jahre.3 In der Geschichtswissenschaft zweifelten neue Studien die vormals dominante (gaullistische und Pétain-verherrlichende) Interpretation der Geschichte Frankreichs im Zweiten Weltkrieg an.4 Warum war gerade Paxtons Buch dennoch eine „Revolution“?5

Umfassender und detaillierter als die Vorläufer nahm Paxton eine Neuinterpretation des Vichy-Regimes vor. Nach Kriegsende hatte in der französischen Erinnerungskultur eine Version der Kriegsjahre dominiert, die für Gaullisten wie Kommunisten akzeptabel war. Vichy-Frankreich wurde in dieser Erzählung als eine eigentlich unbedeutende Parenthese abgetan. Ausgelöst durch die „seltsame Niederlage“ von 1940 (Marc Bloch) und die Besatzungssituation habe eine kleine Minderheit von Verrätern mit den Deutschen kollaboriert, während 40 Millionen Franzosen in der Résistance gekämpft hätten. Mit der nationalen Selbstbefreiung 1944/45 überwunden, blieb Vichy in dieser Interpretation ohne Folgen für die politische Kultur oder soziale Ordnung im Nachkriegsfrankreich und konnte getrost vergessen werden.

„Nach Paxton“6 blieb von dieser Erzählung nichts übrig. Paxton griff die Unterscheidung Stanley Hoffmanns zwischen „Staatskollaboration“ (dem Handeln von Regierung und Verwaltungsbehörden) sowie dem ideologisch motivierten „Kollaborationismus“ einer faschistischen Minderheit auf und analysierte insbesondere ersteres. Die Vichy-Regierung wurde als zentraler Akteur in den Blick gerückt, ihre politischen Initiativen wurden erstmals eingehend untersucht. Paxton zeigte, dass die französische Regierung in Vichy (das bis zur vollständigen Besetzung Frankreichs im November 1942 im unbesetzten, südlichen Teil lag) keineswegs durch ein deutsches Diktat jeglicher Handlungsmöglichkeiten beraubt war. „Collaboration was not a German demand to which some Frenchmen acceded, through sympathy or guile. Collaboration was a French proposal that Hitler ultimately rejected“, stellte Paxton zu Beginn des ersten Kapitels unmissverständlich fest (S. 51). Den konservativen Kreisen nahm Paxton ihr liebstes Kind: Marschall Pétain, Kriegsheld von Verdun und Vichys Staatschef, hatte keineswegs, wie nach Kriegsende kolportiert, ein „doppeltes Spiel“ gespielt, heimlich mit den Briten und Amerikanern kooperiert und insgeheim die Résistance gefördert, so gut er es hinter dem Rücken seines umstrittenen, Deutschland-freundlichen Premierministers Pierre Laval eben konnte. Den Linken wiederum gefiel nicht, dass nach Paxtons Ergebnissen die Mehrheit der Bevölkerung Pétain 1940 unterstützt hatte und erst ab dem Winter 1942/43 eine Mehrheit der Résistance zuneigte. Besonders brisant waren diese Thesen, weil Paxton Vichy gerade nicht als eine isolierte Periode betrachtete: „I want to restore Vichy to its rightful place in indigenous French history, a link between the incipient civil war of the 1930s and the social transformations of the postwar years.“ (S. 49) Nach der Betonung der Brüche zwischen dem „État français“ von 1940 bis 1944 und der Vierten Republik sei es an der Zeit, die Kontinuitäten zu erkennen.

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Die knapp 400 Seiten bargen jede Menge Zündstoff. Paxton zeigte die wichtigsten Motivationen für die Kollaborationspolitik auf und legte - neben krassen Fehleinschätzungen des Kriegsgegners - eine doppelte Zielsetzung der Vichy-Regierung frei, in der Außen- und Innenpolitik eng verwoben waren. Einerseits hoffte die Vichy-Elite, durch die Zusammenarbeit mit den Besatzungsbehörden Vorteile für Frankreich im (so glaubte man) von Deutschland beherrschten Nachkriegseuropa zu sichern. Andererseits traf eine autoritär-konservative Minderheit die fatale Entscheidung, das Land während einer feindlichen Besatzung von Grund auf verändern und moralisch erneuern zu wollen (S. 137): Das Programm der „Nationalen Revolution“ sollte die Fehler der verachteten Dritten Republik auslöschen und Frankreich zu neuer Größe verhelfen. So erklärte Paxton die besondere Dynamik der Besatzungszeit in Frankreich. Anstatt in den „dunklen Jahre“ nur zu überwintern, war die französische Elite für ihr Programm auf die Zusammenarbeit mit den Besatzungsbehörden angewiesen, und entsprechend mussten immer wieder Zugeständnisse gemacht werden. Die Staatskollaboration wurde zur notwendigen Vorbedingung für die „Nationale Revolution“. Gleichzeitig gab es durchaus ideologische Berührungspunkte zwischen ihr und dem Nationalsozialismus. Die Vichy-Elite glaubte an ein antimodernes autoritäres Gesellschaftsmodell.7 Die moralische „Dekadenz“ der 1930er-Jahre sollte in einer hierarchisch und korporativ organisierten Gesellschaft überwunden werden; und in der angestrebten Gemeinschaft der erneuerten französischen Nation war weder für Ausländer noch für Juden, Kommunisten oder Freimaurer Platz.

Bereits 1972 - der Holocaust hatte längst nicht den zentralen Stellenwert in der Geschichtsdeutung des Zweiten Weltkriegs wie heute - betonte Paxton, dass Antisemitismus integraler Bestandteil der „Nationalen Revolution“ war, dass die ersten antisemitischen Gesetze Vichys ohne deutschen Druck erlassen wurden und Vichy bei der Deportation der in Frankreich lebenden Juden willig kollaborierte. Wie Paxton belegte, versuchte die Vichy-Regierung mit ihrer Unterstützung beim Holocaust auch Souveränitätsrechte auf anderen Gebieten herauszuhandeln. Dieses Kalkül scheiterte aber auf ganzer Linie: „Far from reasserting French sovereignty over the Occupied Zone, anti-Semitism became a major avenue for German influence over Vichy.“ (S. 180) So schuf die französische Regierung aus eigenem Antrieb alle Vorbedingungen für einen möglichst zügigen Ablauf der Deportationen von etwa 76.000 Juden aus Frankreich in die Vernichtungslager. Paxton kam daher zu einem Schluss, den er gemeinsam mit Michael Marrus 1981 ausführlicher begründete: „Vichy bears a heavy burden of responsibility [...].“ (S. 371)8

Die Interpretation der Jahre der Eskalation 1942-1944 fiel nicht weniger hart aus. Als die Résistance im Sommer 1941 die ersten Anschläge gegen die Besatzungsmacht verübte, reagierte diese mit Terror - „with Vichy rushing to keep up“ (S. 223). Die Radikalisierung des Besatzungsregimes führte Vichy keineswegs zu einer Distanzierung von den deutschen Besatzungsorganen, sondern im Gegenteil zu einer Intensivierung der Kollaboration. Einerseits wollte Vichy sich nicht das Heft aus der Hand nehmen lassen, andererseits wurde die Résistance selbst dann noch als eine kleine staatsfeindliche Minderheit angesehen, als Hunderttausende von jungen Männern sich vor dem staatlich durchgesetzten Zwangsarbeitsdienst in Deutschland in den Maquis flüchteten. Vichy wurde mehr und mehr zum Polizei- und Milizstaat. Weit entfernt von einem „doppelten Spiel“, unterstützte die Vichy-Regierung die Besatzungsmacht auch dann noch, als der Krieg für Deutschland längst verloren, der Rückhalt in der eigenen Bevölkerung lange geschwunden war und in Teilen Frankreichs bürgerkriegsähnliche Zustände herrschten.

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In seiner Analyse der wichtigsten Akteure Vichy-Frankreichs kam Paxton zu dem Schluss, dass es sich hierbei vor allem um Notabeln der Dritten Republik aus dem gesamten politischen Spektrum handelte; er folgerte: „[...] to judge Vichy is to judge the French elite.“ (S. 268) Brisant war sein Ergebnis, dass die personellen Kontinuitäten zwischen Vichy-Regime und Vierter Republik erstaunlich hoch waren und ausgerechnet Frankreich nach Kriegsende prozentual weniger Menschen wegen Kollaboration und Hochverrat verurteilt hatte als andere westeuropäische Staaten. Kontroversen löste das Buch aber auch deshalb aus, weil Paxton nicht nur die Handlungsspielräume der Vichy-Regierung aufzeigte, sondern dabei vor klaren (moralischen) Urteilen nicht zurückschreckte: Vichys Handlungen waren verwerflich, ihre Folgen verheerend. Die Frage „Was Vichy a Lesser Evil?“ (S. 357) beantwortete er selbst negativ. In seinem „Moral Balance Sheet“ klagte er die Vichy-Eliten an, die militärische Niederlage genutzt zu haben, um Frankreich nach ihren autoritären Vorstellungen umzugestalten - was unter demokratischen Umständen nicht möglich gewesen wäre (S. 380ff.). Ihre „fear of social disorder as the highest evil“ (S. 382) habe Frankreich immer tiefer in die Kollaboration mit dem NS-Regime geführt. Der letzte Satz von „Vichy France“ bringt Paxtons (auch durch seine Ablehnung des amerikanischen Kriegs in Vietnam beeinflusste) moralische Haltung auf den Punkt: „The deeds of occupier and occupied alike suggest that there come cruel times when to save a nation’s deepest values one must disobey the state. France after 1940 was one of those times.“ (S. 383)

Dass substantielle Teile der konservativen Presse ein Buch dieses Inhalts in hysterischen Tönen ablehnten, überrascht nicht. Besonders häufig wurde der Vorwurf erhoben, Paxton sei antifranzösisch eingestellt und könne als Amerikaner gar nicht über französische Geschichte schreiben. Insgesamt überwogen aber doch positive Reaktionen. Die Linke begrüßte Paxtons Studie. Im universitären Bereich waren die Reaktionen gemischt: Manche erkannten sofort, dass Paxton den Deutungsrahmen für die Geschichte Vichys grundlegend verändert hatte. Anderen galt das Buch (das in den Editions du Seuil erschien, nachdem Gallimard es abgelehnt hatte) als Essai, als Versuch, notwendig und in Teilen gelungen, aber auch voller (Detail-)Fehler. In welchem Maße die Historiographie über Frankreich im Zweiten Weltkrieg „nach der Paxton’schen Revolution“ verändert war, zeigten vor allem die folgenden Jahre, in denen zahlreiche von Paxtons Forschungen inspirierte Studien veröffentlicht wurden.

Bis heute ist „Vichy France“ ein viel zitiertes Standardwerk. Sein Autor steht symbolisch für die Aufarbeitung der „années noires“ - so sehr, dass Henry Rousso ihn gar einmal als französischen Erinnerungsort bezeichnet hat.9 Während ihm 1973 noch „Yankee Go Home“ entgegenschlug, trägt Paxton mittlerweile wichtige französische Orden. Seine weiteren Bücher stießen auf Zustimmung, erreichten aber nie die Wirkmächtigkeit von „Vichy France“.10 Zahlreiche Forscher haben sich mit Paxtons Ergebnissen auseinandergesetzt und sie weitgehend bestätigt. In einem Punkt wurde er allerdings erheblich modifiziert: Die teilweise Öffnung der französischen Archive ergab, dass die öffentliche Meinung sich während der Kriegsjahre komplexer entwickelte als von Paxton angenommen und dass bereits vor dem Winter 1942/43 eine signifikante Minderheit die Vichy-Regierung ablehnte.11 Dieser Aspekt verdeutlicht das größte Problem der Studie: Sie untersuchte staatliche Akteure, leitete aber daraus zu verallgemeinernd die Haltung der Französinnen und Franzosen ab. Der innenpolitische Streit um die Legitimität der Vichy-Regierung während der Kriegsjahre wurde ausgeblendet, der Widerstand um General de Gaulle in London wenig einbezogen. Aus heutiger Perspektive hat der Autor zudem den tatsächlichen deutschen Druck zu sehr aus dem Blick verloren; neuere Forschungen integrieren die Perspektive auf die Vichy-Regierung und die Besatzungsbehörden.12 Mit dem soziologischen Konzept der „Accomodation“, der Anpassung an veränderte Umstände, hat Philippe Burrin einen konzeptuellen Rahmen gefunden, der das alltägliche Handeln der Franzosen differenziert erklären kann. Das Interesse daran ist im Zuge der alltagsgeschichtlichen Forschung gewachsen.13 Die Geschichte der Verfolgung der Juden wurde intensiver beleuchtet, und neue Bereiche wie wirtschaftliche Kollaboration wurden untersucht.14 „Vichy France“ bleibt jedoch Pflichtlektüre für alle, die sich mit französischer Geschichte des 20. Jahrhunderts beschäftigen.

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Stanley Hoffmann hat darauf hingewiesen, dass die angebliche Weigerung der Franzosen, sich mit der Vichy-Vergangenheit auseinanderzusetzen, mittlerweile selbst ein Mythos geworden ist: Die französische Öffentlichkeit debattiert seit 30 Jahren intensiv über diese Zeit;15 Politik, Justiz und Populärkultur haben ebenso zu einer Veränderung der Geschichtsrepräsentationen beigetragen wie die Wissenschaft. Letzter Höhepunkt dessen, was Rousso gar „Vichy-Syndrom“ nannte, war 1997/98 der Prozess gegen Maurice Papon wegen seiner Mitverantwortung für die Deportation der Juden von Bordeaux. Dass Papon während des Algerienkriegs die blutige Niederschlagung einer friedlichen Demonstration von Algeriern mitten in Paris angeordnet hatte, lud den Prozess zusätzlich symbolisch auf. In einem umstrittenen Urteil wurde er wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu zehn Jahren Haft verurteilt, aus gesundheitlichen Gründen aber nach kurzer Zeit entlassen. Einer der Historiker, die vor Gericht als Experten zur Geschichte Vichys aussagten, war Paxton.16

In einer Ansprache am Abend seiner Wahl kündigte der neue französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy im Mai 2007 an, er werde „mit der Reumütigkeit Schluss machen, die eine Form von Selbsthass ist, und mit dem permanenten Aufrechnen des Vergangenen, das den Hass der anderen fördert“.17 Wenn die eigene Geschichte nach Ansicht des Staatsoberhauptes so umgedeutet werden soll, dass sie möglichst wenig wehtut, ist den Französinnen und Franzosen nur zu wünschen, dass weiterhin so provokative und wirkungsvolle Bücher wie das hier vorgestellte geschrieben werden - ob nun von französischen Historikern oder von unverschämten Amerikanern.

Anmerkungen:


1 Zit. nach John F. Sweets, Chaque livre un événement: Robert Paxton et la France, in: Sarah Fishman u.a. (Hg.), La France sous Vichy autour de Robert O. Paxton, Paris 2004, S. 31-47, hier S. 32 (meine Übers.).

2 Henry Rousso, Le Syndrome de Vichy, Paris 1987.

3 Exemplarisch Patrick Modiano, Place de l’Etoile, Paris 1968, und Louis Malles Skandalfilm „Lacombe, Lucien“ von 1973. Vgl. Rousso, Syndrome (Anm. 2), Kap. 3 und Appendix 4.

4 Neben den französischen Historikern Henri Michel und Yves Durand sind hier der Amerikaner Stanley Hoffmann und der Deutsche Eberhard Jäckel zu nennen.

5 Jean-Pierre Azéma, La révolution paxtonienne, in: Fishman u.a., La France sous Vichy (Anm. 1), S. 23-30.

6 Stanley Hoffmann, Les études sur Vichy en France: avant et après Paxton, in: Fishman u.a., La France sous Vichy (Anm. 1), S. 63-71.

7 Pascal Ory sprach einige Jahre nach Paxton von einem „’consensus’ français à la dictature“ (ders., Les collaborateurs 1940-1945, Paris 1976, S. 274).

8 Vgl. Michael R. Marrus/Robert O. Paxton, Vichy France and the Jews, Stanford 1981.

9 Henry Rousso, L’histoirien, lieu de mémoire. Hommage à Robert Paxton, in: Fishman u.a., La France sous Vichy (Anm. 1), S. 299-315.

10 Neben Vichy France and the Jews (Anm. 8) insbes. The Anatomy of Fascism, London 2004.

11 Pierre Laborie, L’opinion française sous Vichy, Paris 1990.

12 Z.B. bei Philippe Burrin, La France à l’Heure Allemande, 1940-44, Paris 1997.

13 Z.B. John F. Sweets, Choices in Vichy France. The French under Nazi Occupation, Oxford 1986; Isaelle von Bueltzingsloewen (Hg.), „Morts d’inanition“. Famine et exclusions en France sous l’Occupation, Rennes 2005.

14 Z.B. Serge Klarsfeld, Vichy - Auschwitz. Die Zusammenarbeit der deutschen und französischen Behörden bei der „Endlösung der Judenfrage“ in Frankreich, Nördlingen 1989. Eine größere Betonung der Besatzungsbehörden findet sich etwa bei Ulrich Herbert, Die deutsche Militärverwaltung in Paris und die Deportation der französischen Juden, in: ders. (Hg.), Nationalsozialistische Vernichtungspolitik 1939-1945. Neue Forschungen und Kontroversen, Frankfurt a.M. 2001, S. 170-208. Vgl. zu „Arisierungen“ Constantin Goschler/Philipp Ther (Hg.), Raub und Restitution. „Arisierung“ und Rückerstattung jüdischen Eigentums in Europa, Frankfurt a.M. 2003; Martin Jungius, Der verwaltete Raub. Die „Arisierung“ der Wirtschaft in Frankreich 1940-1944, Ostfildern 2007.

15 Stanley Hoffmann, Les études (Anm. 6), S. 69.

16 Eine von mehreren Mitschriften der Aussage findet sich auf Englisch online unter URL:
http://www.matisson-consultants.com/affaire-papon/integrale_Paxton_va.htm.

17 Vgl. http://www.botschaft-frankreich.de/article.php3?id_article=2491.

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